It’s been 84 years..

..oder so ähnlich, seit ich das letzte Mal einen richtigen Beitrag geschrieben habe. Und mit richtiger Beitrag meine ich nicht einen erbärmlichen Post, in dem ich ankündige, dass ich ab sofort wieder regelmäßig blogge, oder dass ich ab jetzt nur noch auf Englisch schreiben will, oder dass mein Leben ein einziger Scherbenhaufen ist und ich deshalb einfach keine Zeit habe mich hinzusetzen und meine Gedanken im Internet zu verstreuen – nein!
Ich meine mit richtiger Blogpost einen richtigen Blogpost. Einen, der Inhalt hat und der vielleicht ein bisschen lustig, interessant, oder was auch immer  ist. Jedenfalls nicht langweilig und unnötig, so wie alle anderen Beiträge in den letzten zwei Jahren.

Irgendwie will ich hiermit natürlich sagen, dass ich wieder beginne zu bloggen und irgendwie will ich hiermit natürlich ankündigen, dass ich wieder da bin und dass mein Leben ein einziger Scherbenhaufen ist und ich deshalb einfach keine Zeit hatte mich hinzusetzen und meine Gedanken im Internet zu verstreuen, aber ich will auch noch etwas anderes. Ich möchte erzählen, was alles passiert ist, seit dieser kleine, feine Ort, an dem ich immer so ehrlich war, eingeschlafen ist.

Wir erinnern uns zurück: Irgendwann im Jahr 2015 habe ich mehr oder weniger die Nerven weggeschmissen, meinen Job gekündigt, meinen Freund verlassen und nicht nur ihn, sondern auch das Land. Ich bin damals mit Sack und Pack nach London gezogen und wenn es nach meinem damaligen, 22 Jahre alten Kopf gegangen wäre, wäre ich vermutlich immer noch dort. Bin ich aber nicht.
Schon ein Jahr später war ich wieder zurück. Bereit mein Leben neu in die Hand zu nehmen und endlich ein richtiges Ziel zu verfolgen. Man wird es nicht glauben und auch ich selbst habe manchmal noch Probleme es wirklich zu begreifen, aber ich habe genau das getan und war dabei sogar noch ziemlich erfolgreich.
Vor genau drei Jahren, als ich nach London gegangen bin, hatte ich keine Ahnung von meiner Zukunft oder überhaupt irgendetwas in meinem Leben. Ich war völlig planlos, ziellos und auch ein bisschen hilflos, um ehrlich zu sein.
Seit ich wieder zurück bin ist so unglaublich viel passiert. Ich arbeite mittlerweile als Grafikerin in einer Werbeagentur, bin nach Oberösterreich gezogen und fühle mich wie ein neuer Mensch. Außerdem habe ich meine Liebe zum Lernen entdeckt und starte demnächst mit einem Sprachkurs und einem berufsbegleitenden Fernstudium.

Wie ihr wisst, habe ich in der ganzen Zeit, die vergangen ist, oft versucht wieder zu schreiben und meine Leidenschaft fürs bloggen wieder aufleben zu lassen. Aber jedes Mal, wenn ich mich hingesetzt habe, um einen Beitrag zu verfassen, musste ich mir jedes einzelne Wort aus dem Ärmel schütteln. Mein Autoren-Gehirn war wie der Internet Explorer: ein netter Versuch, aber leider trotzdem scheiße.
Und jetzt, während ich diese Worte schreibe, laufen mir Tränen übers Gesicht. Freudentränen, weil ich für diesen Text nämlich keine einzige Sekunde nachdenken musste. Wie früher kommen die Sätze nur so aus mir heraus und dieser (eigentlich lächerliche) 500-Wörter-Text, der mich noch vor einem halben Jahr zwei Stunden gekostet hätte, ist wie in meinen besten Zeiten innerhalb von zehn Minuten entstanden.
Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich glaube, ich bin wieder da. Also so richtig. Und wenn ihr nachdem ihr das gelesen habt, nicht auch das Gefühl habt, dass es diesmal keine leeren Worte sind, dann werde ich euch spätestens im nächsten Beitrag vom Gegenteil überzeugen! Um einzuschätzen ob der letzte Satz Sinn gemacht hat, oder nicht, müsste ich einen Germanisten heranziehen, somit lasse ich ihn vorerst einfach so stehen.
Ich hoffe, dass das hier irgendjemand liest und dass ich nicht noch einmal so dumm bin, wie ich es vor drei Jahren war und tausende von Lesern einfach hängen lasse.

Bis zum nächsten Mal und ein Hoch auf neue Lebensabschnitte,

Hannah.

 

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